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Partner: Solisten:
Vera und Norbert Hilger
Das
musikalische und Lebensduo Hilger wartet in Gesprächen nicht
mit Zahlen von Auftritten und Reisezielen rund um den Globus auf,
sondern läßt teilhaben an Gedanken, Entscheidungen,
Zweifeln und Ideen.
Rasch wird offensichtlich, daß Künstler
am Werke sind, denen Inhalte und nicht mit heißem Bogen erzeugte
Wirkungen wichtig sind. Zugleich überträgt sich eine
unbedingte Leidenschaft, die einem Bergsteiger gleicht, der ebenso
zielstrebig wie resprektvoll einen hohen Gipfel erklimmt.
Dabei
gilt es Ecken und Kanten zu akzeptieren, zu denen sich die Musiker
ohne Zögern bekennen. Sie liegen in den verborgenen Schichten
jeder Komposition, jeder Interpretation verborgen und tragen zu
jenen lebendigen Werten bei, die ein Kunstwerk nicht nur als Äußerung
vergangener Zeiten erscheinen lassen. Der damit verbundene Balanceakt
ist bei der Auseinandersetzung mit der Musik des 20. Jahrhunderts
gleichermaßen allgegenwärtig wie bei der Erarbeitung
von Werken Johann Sebastian Bachs.
Deshalb vertreten die beiden
Instrumentalisten eine moderne Auffassung von "historischer
Aufführungspraxis". Sie setzen sich einerseits mit historischen
Spielweisen auseinander, ignorieren andererseits aber nicht ein
elementares musikalisches Gesetz: Musik vergeht wie Zeit.
Sie entsteht
und verklingt mit jeder Aufführung aufs neue, immer ein wenig
anders. So wird "neueste" Musik gleichermaßen von
der Vergangenheit eingeholt wie "älteste" den Keim
zur Gegenwart in sich trägt.
Vor diesem Hintergrund haben sich Vera und Norbert Hilger absichtsvoll entschieden,
auf modernen Instrumenten zu spielen, die nach ihren Vorstellungen für sie
gebaut wurden. Erfahrungen des berühmten Italieners Antonio Stradivari (1644
oder 1648/49 bis 1737) lieferten die wichtigsten Quellen, sowohl für die
Violine als auch für das Cello.
Im Unterschied zu den üblichen Nachbauten
alter Instrumente wurden die historischen Vorlagen jedoch nicht kopiert, sondern
weiterentwickelt und abgewandelt. Dabei galt es die persönlichen Bedürfnisse, ästhetischen
Vorstellungen und biologischen Voraussetzungen der Spieler ebenso zu berücksichtigen
wie die Anforderungen des heutigen Konzertbetriebs. Ein universell einsetzbares
Instrumentarium sollte entstehen: für Bach gleichermaßen wie für
Martinu, für große Säle ebenso wie für intime Salons.
Das
Repertoire des Hilger-Duos ist entsprechend vielfältig, jedoch nicht orientierungslos.
Zwei Schwerpunkte, die durch zahllose innere Fäden miteinander verbunden
sind, spielen eine besondere Rolle: die Musik Bachs und das kompositorische Schaffen
des 20. Jahrhunderts.
Thomas Schinköth
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von querstand)
Vom schwabenstreich können folgende CDs erworben werden:
Vera Hilger (Violine/Viola)
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geb. in Nordhausen |
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erster Violinunterricht mit neun
Jahren |
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Schülerin an der Spezialschule
für Musik in Weimar |
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wiederholt erfolgreiche Teilnahme
an nationalen Wettbewerben |
| 1977 -
1983 |
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Studium an der Musikhochschule
Weimar bei Prof. Friedemann Bätzel |
| seit 1983 |
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Tätigkeit beim Sender Leipzig,
später Mitteldeutschen Rundfunk |
| seit 1994 |
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regelmäßige Auftritte
als Solistin und Kammermusik-Partnerin ihres Ehemanns
Norbert Hilger |
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Rundfunkproduktionen |
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Schwerpunkte des Repertoires bilden
vor allem die großen Streich-Duos des 20.
Jahrhunderts und die Sololiteratur von Johann Sebastian
Bach, Max Reger und Eugène Ysaye |
Norbert Hilger (Violoncello)
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geb. in Leipzig |
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erster Cellounterricht mit sechs
Jahren |
| 1977 |
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Erster Preis beim "Kleinen
Bachwettbewerb" in Leipzig |
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bereits als Zwölfjähriger
Aufnahme in die Celloklasse von Prof. Friedemann
Erben an der Leipziger Musikhochschule "Felix
Mendelssohn Bartholdy " |
| 1982 -
1989 |
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an der gleichen Institution
Studium bei Prof.
Jürnjakob
Timm |
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Teilnahme an internationalen
Wettbewerben (u.a. Prager Frühling, Jeunesse
Musicale Belgrad) |
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Besuch von Meisterkursen bei
Prof. Joseph (Schwab) Berlin,
Prof. Tscherwow (Kiew) und Prof. Sascha Vetschtomov
(Prag) |
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Konzerte in zahlreichen europäischen
Städten
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| seit 1989 |
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Tätigkeit beim
Sender Leipzig, später Mitteldeutschen Rundfunk |
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zahlreiche Rundfunkproduktionen |
| 1998 |
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Berufung vom Sächsischen
Musikrat zum Mentor am Landesjugendorchester |
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Jurytätigkeit |
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